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Sicherer wohnen: Freileitungsmonteure siedelten Storchennest bei Bretzenheim um
Westnetz nahm Nest von 110-Kilovolt-Strommast

Sicherer wohnen: Freileitungsmonteure siedelten Storchennest bei Bretzenheim um

Bretzenheim, 6. November 2019
Es ist ein besonderer Anblick, der viele Menschen fasziniert verharren lässt: Zwei Störche bauen gemeinsam ihr Nest und sitzen darin, Seite an Seite. Doch vielen vorbeifahrenden Autofahrern auf der B 41 und Spaziergängern stockte der Atem, denn die Störche hatten sich auf einem 110-Kilovolt-Strommast von Westnetz niedergelassen, um ihren Nachwuchs groß zu ziehen.

Als Michael Wahl, Leiter Hochspannungsfreileitungen bei Westnetz, davon erfuhr, dass sich die Störche samt Nachwuchs diesen luftigen Platz an der Bundesstraße 41 bei Bretzenheim ausgesucht hatten, war klar, dass hier gehandelt werden muss. Natürlich weiß man, dass die Storchennester nicht einfach entfernt werden dürfen – sie stehen unter strengem Schutz. „Wir stehen bei solchen Themen immer im Austausch mit den Naturschutzbehörden“, erklärt Wahl und fügte hinzu: „Alle Sicherungsmaßnahmen erfolgen in Absprache und unter Aufsicht der Behörden. Damit sowohl die Vögel als auch die Stromleitungen sicher sind, haben wir uns dazu entschlossen, das Nest umzusiedeln.“

Nester zurückzuschneiden, damit diese nicht zu Gefahrenquellen werden können, ist eine sehr aufwendige Angelegenheit. Denn die unter dem Nest verlaufenden Freileitungen müssen dazu abgeschaltet werden. Auch muss für den Rückbau jedes einzelnen Nestes eine Genehmigung nach dem Bundesnaturschutzgesetz eingeholt werden. Doch Meister Adebar berührt dies alles nicht: Wenn er zu seinem Nest zurückkommt und feststellt, dass es kleiner geworden ist, setzt sich sein Instinkt durch und er beginnt wieder mit der Erweiterung. Es ist bekannt, dass der Storch sein Leben lang baut, was dazu führen kann, dass Nester im Laufe der Jahre ein Gewicht von mehreren Zentnern erreichen und nicht selten abstürzen.

Um genau das zu verhindern, nahmen drei erfahrene Freileitungsmonteure von Westnetz das im Durchmesser etwa 1,2 Meter große und zirka 50 Kilogramm schwere Storchennest am Dienstagmorgen herunter. Dabei wurde das Nest auf ein Brett gezogen und am Mast mithilfe einer Seilwinde zu Boden gelassen.



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Die Westnetz-Freileitungsmonteure Marius Fiege, Kevin Hudic und Christoph Thönnessen brachten das Storchennest mit einer Seilwinde nach unten.



Nachdem das Nest zur Sicherheit der Störche vom Strommast entfernt und gesichert wurde, werden Michael Kreuzer und Rainer Lanz-Wagner von der Freien Wähler-Liste (FWL) Bretzenheim im Frühjahr 2020 für einen neuen, geeigneten Alternativstandort auf einem Baumtorso in der Nähe der Bretzenheimer Wohnbebauung sorgen. Dann gilt es abzuwarten, ob die neue Nisthilfe im kommenden Jahr von Störchen angenommen wird.

Quelle: Westnetz



 

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