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Damals 920 g leicht, heute eine muntere Zehnjährige: Frühchen Mareike besuchte ihre Ärzte
Megaspannend für die Tochter, aufwühlend für die Mutter

Damals 920 g leicht, heute eine muntere Zehnjährige: Frühchen Mareike besuchte ihre Ärzte

Bad Kreuznach, 08.10.2019
Mareike Lettau ist eine muntere Zehnjährige, Schülerin der vierten Grundschulklasse in ihrer Heimatgemeinde Rhaunen. Sie reitet gern, hat ihr Seepferdchen gemacht und ist nur schwer aus dem Schwimmbad zu bekommen. Alles ganz normal – jetzt, zehn Jahre nach ihrem Frühstart ins Leben.

Mareike kam als Frühchen zur Welt, per Notkaiserschnitt, einen Tag vor der 27. Schwangerschaftswoche. Bei der Geburt im Diakonie-Krankenhaus Bad Kreuznach brachte sie gerade einmal 920 Gramm auf die Waage. 

Als sich dieser Geburtstag jetzt zum zehnten Mal jährt, besucht Mareike mit ihrer Mutter Melanie Lettau die Ärzte von damals, Dr. Christoph von Buch, Dr. Edmondo Hammond und Dr. Detlef Coors. Gemeinsam gehen sie auf die Kinderintensivstation, wo sich Mareike in ihren ersten Wochen ins Leben kämpfte.

„920 Gramm – das ist leichter als ein Päckchen Zucker“, macht Dr. Christoph von Buch, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Diakonie Krankenhaus, seiner jungen Besucherin klar. Die steht vor einem Brutkasten, in dem sie selbst einmal lag, und staunt: „Was ist denn das für ein Winzling?“ Dabei wiegt das Frühchen, auf das sie schaut, immerhin schon 500 Gramm mehr als sie damals.
 

Für die Mutter ist nach zehn Jahren alles wieder sehr präsent

Für ihre Mama ist es schwer, an den Ort zurückzukehren, der mit so vielen Ängsten verbunden ist, die Klingel zu drücken und dann mit den bekannten Geräuschen und Gerüchen fertig zu werden. Die Wochen vom August bis zum 14. Januar vor zehn Jahren sind plötzlich wieder sehr präsent. Erst als Christoph von Buch vorsichtig fragt, ob er sie einmal in den Arm nehmen darf, wird es besser. Und dass sich die Mediziner eine Stunde lang Zeit für ihren Besuch nehmen, rechnet ihnen Melanie Lettau hoch an. 

Schon die Schwangerschaft war schwierig gewesen, erinnert sie sich. Weil sich die Plazenta löste, musste die junge Mutter den ganzen Sommer über liegen. „Die 27. Woche sollte ich mindestens schaffen, meinten die Ärzte“, berichtet sie. Das gelang nicht ganz, ein Notkaiserschnitt folgte. 
 

Kinderintensivstation war „fachlich und menschlich" die richtige Wahl

Aus ihrer Sicht war Mareike „fachlich und menschlich am richtigen Ort“. Allerdings weiß Melanie Lettau auch, dass sie es Ärzten und Schwestern nicht immer leicht gemacht hat. Es war so schwer zu ertragen, dass sie Mareike nicht auf den Arm nehmen durfte – die Haut der Kleinen war anfangs zu dünn. Ganz abgesehen davon, dass sie gespickt war mit Pflastern und Schläuchen. „Stundenlang saß ich an ihrem Bettchen, sah sie mit der Schlafbrille, weil die Lider ihre Augen noch nicht ausreichend vor dem Licht schützen konnten.“ Gefühlt war das Einzige, was sie tun konnte, die Muttermilch abzupumpen, um sie ihrem Kind zur Verfügung zu stellen.
 

Segnung vor der Verlegung in anderes Krankenhaus

Als Mareike mit dem Hubschrauber nach Heidelberg gebracht werden musste, weil Lebensgefahr bestand, riet man ihr und ihrem Mann Patrick, der über Monate zwischen Arbeit und Krankenhaus pendelte, das Kind taufen zu lassen. Das kam für die gläubige Katholikin und ihren Mann aber nicht infrage, weil klar war, dass ein kirchliches Tauffest mit der Familie dann nicht hätte nachgeholt werden können. Man darf ja nur einmal getauft werden. In Rücksprache mit der Krankenhausseelsorgerin Cornelia Michels-Zepp einigten sich die Eheleute Lettau daher auf eine Segnung ihres Babys. 

Die Ratschläge des Klinikpersonals, sich selbst einmal eine Pause zu gönnen, wollte sie nicht hören. Jeden Morgen, wenn ihr Mann Patrick zur Arbeit fuhr, ließ sie sich schon um 6 Uhr am Krankenhaus absetzen und jeden Abend erst ab 18 Uhr wieder abholen, gönnte sich keine Pause. Einziger Trost war die Begegnung mit der Mutter eines weiteren Frühchens, mit der sie sich über ihre Sorgen und Nöte austauschen konnte. Der Kontakt zu dieser Familie aus Stromberg ist bis heute intensiv.
 

Erstmals werden Fotos von damals gezeigt

Nach dem Besuch der Kinderintensivstation in Bad Kreuznach zeigte Melanie Lettau ihrer Tochter auch erstmals das umfangreiche Fotoalbum mit Babybildern, die sie in den ersten Wochen und Monaten zusammengetragen hatte. Weil niemand wusste, ob die im August 2009 geborene Mareike Weihnachten überhaupt erleben würde, wollte sie so viele Erinnerungen wie möglich bewahren. Sie hatte das Buch aber lange nicht zur Hand nehmen können, weil die Konfrontation mit dem Bangen von damals einfach noch zu schmerzhaft war.

Für ihre Tochter waren sowohl der Ausflug ins Diakonie-Krankenhaus als auch die Betrachtung des Albums einfach nur „megaspannend“. Die Bilder zeigte sie auch ihren Klassenkameraden in der Schule, damit die wissen, woher die Narben kommen, auf die sie schon oft angesprochen wurde. Die Hörgeräte, auf die sie angewiesen ist, sind für ihre Freunde so selbstverständlich geworden, dass sie Mareike darauf aufmerksam machen, dass sie sie vor der Wasserballon-Schlacht ablegen muss.
 

Gar nicht wenige Frühchen besuchen die Station später noch einmal

Für die Ärzte sind Besuche ehemaliger Frühchen gar nicht so selten, „im Alter von zehn Jahren passiert das aber nicht mehr so oft“, berichtet Dr. Edmondo Hammond, der Leiter der Kinderintensivstation. Über den Förderverein Kinderklinik pflegen er und Chefarzt von Buch enge Kontakte zu Eltern und Kindern, und daher ist beim Sommerfest des Frühchenkreises auch immer viel los. „An Mareike haben wir uns sehr wohl erinnert. Ihre Mutter hatte schwere Tage bei uns – das war eine besondere Situation und eine große Belastung“, so von Buch. Jahre später zu sehen, dass es den Kindern und ihren Familien jetzt gut geht, „ist für uns immer Motivation für das, was wir hier täglich tun“. 

Das Foto zeigt Mareike bei ihrem Besuch auf der Frühchenstation mit Dr. Christoph von Buch (links) und Dr. Edmondo Hammond.


Quelle: Angelika Christ
Stiftung kreuznacher diakonie



 

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