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Ein Rewe-Markt tritt Fantasie los

Mannheimer Straße im Aufbruch: Die Projekte im Detail



Rund 30 Mio. € sollen in den nächsten zwei Jahren in Bauprojekte in der mittleren Mannheimer Straße und am Salinenplatz fließen. Die Besonderheit dieser Ankündigung sei, „dass die Realisierung wirklich kurz bevorsteht“, erklärte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer bei der Vorstellung der Vorhaben. Worum es im Einzelnen geht, fassen wir hier zusammen.
 

"Aufwertung der Straßenzeile"

Eine  weitere Besonderheit ist aus städtebaulicher Sicht die planerische Abstimmung von vier benachbarten Projekten. Bei drei Vorhaben ist das Bad Kreuznacher Architekturbüro Förster & Förster mit der Realisierung betraut worden, bei einem Projekt ist es das Büro Schwarz Architekten aus Stuttgart.  

Die „mutige Entscheidung“, einen Rewe-Markt an das Ende der Fußgängerzone zu bauen, habe neue Fantasie losgetreten, sagt Michael Scholle (Miteigentümer und Investor). Die Verantwortlichen der benachbarten Projekte fanden zusammen und konnten sich auf Konzepte sowie einen Zeitpunkt einigen – was es erfahrungsgemäß sehr selten gibt, wie Wirtschaftsdezernent Udo Bausch anmerkte.

Die Konzepte sehen jeweils eine Mischnutzung vor: Ladenflächen im Erdgeschoss, darüber Platz für Dienstleistungen, Büros oder Praxen sowie für Wohnungen. Bei dem Pressegespräch am Donnerstag wurde die nun anstehende Entwicklung der mittleren Mannheimer Straße durchweg als Aufwertung charakterisiert: Anspruchsvolle Lösungen, die der Nachfrage nach großen Ladenflächen und Büroetagen in zentraler Lage sowie dem gewachsenen Interesse am Wohnen im Zentrum gerecht wird.
 

Passt das zu Bad Kreuznach?

„Wir haben das Konzept mit einem externen Stadtplaner abgesprochen“, berichtete der Architekt Gerhard Förster. Professor Joachim-Wolfgang Frowein aus Stuttgart schaute sich die Stadt und die Vorhaben an und nahm dazu in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Stellung. 

Er habe dort alle Anwesenden in der Auffassung bestärkt, dass so eine Planung die „Stadt nicht zerstören, sondern aufwerten“ werde, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer. Dieser Aspekt sei von großer Bedeutung, da Veränderungen stets Bedenken auslösen, „weil nichts mehr so ist wie es war“. Die Fragen, welches Gesicht Bad Kreuznach bekomme, wenn es sich baulich soweit verändert, und inwiefern die Planung sich mit den historischen Gegebenheiten der Stadt vereinbaren lassen, sollten beantwortet werden. Professor Frowein habe die Struktur der Stadt noch einmal dargelegt und anhand dessen erläutert, was Gerhard Förster so zusammenfasst: „Wir haben hier eine ganz gefällige, verträgliche und gute Lösung gefunden.“
 

Warum noch mehr Geschäfte?

In Hinblick auf die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen „brauchen wir uns keine Sorgen zu machen“, sagt Stadtplaner Bettino Hans Gagliani mit Verweis auf eine Einzelhandelsstudie. Insbesondere beim qualitativ hohen Einzelhandel habe Bad Kreuznach einen enormen Nachholbedarf. Dabei gehe es um ein paar Tausend Quadratmeter – „damit wir die Qualität des Einkaufens in der Innenstadt gewährleisten können“. Für „wirklich gute Geschäfte“ gebe es in Kreuznach ein großes Potenzial.

Zur Wohnungsnachfrage sagte der Stadtplaner: Auch ohne Gutachter wisse er, dass es die Leute in die Innenstadt zieht. Die bislang stark nachgefragte Kurhausstraße sei nun „mehr oder weniger verbaut“, weshalb weiterer sehr hochwertiger Wohnraum in der Fußgängerzone willkommen sei: modern, barrierefrei, zentral gelegen.
    
Wirtschaftsdezernent Udo Bausch sieht bei der Entwicklung der Innenstadt das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht.  Im Zusammenhang mit den Diskussionen um die Projekte am Kornmarkt und an der Salinenstraße habe er als Liegenschaftsdezernent beobachten können, dass auf einmal viele Flächen in der Innenstadt neue Eigentümer bekamen. „Da passiert einiges“, sagt er, und das werde auch noch weitergehen.
 

Die Projekte





Haca-Massivhaus: Diebold / Adler

Das markante Eckhaus (Haus-Nr 175) an der Mannheimer und der Wormser Straße sowie der Gebäudeteil mit dem Hauptmieter Adler (Haus-Nr. 177) sind seit 2014 im Besitz der Haca-Massivhaus GmbH in Oberhausen/Nahe. Die vermietete Fläche ist energieeffizient saniert und erweist sich als Standort mit einer sehr positiven Geschäftsentwicklung. Daher will Haca jetzt weiter investieren und das Eckhaus neu bauen. Dort sollen Läden im Erdgeschoss, im ersten und zweiten Obergeschoss Büros oder Praxen und darüber Wohnraum als Penthouse oder Maisonette entstehen.

Die Fassade des Gebäudeteils mit dem Mieter Adler soll „etwas aufgewertet und modernisiert werden“, damit es sich in das Ganze einfügt, sagt Prokuristen Albert Castor. Über dem Laden soll „bezahlbarer Wohnraum“ entstehen.

Da das Eckaus leersteht, hofft Castor auf einen baldigen Beginn der Arbeiten. Der Prokurist rechnet mit dem Investitionsvolumen in Höhe von 3 bis 4 Mio. € für den Neubau und die Neugestaltung der Fassade. Nach seiner Einschätzung wird Kreuznach später „eine wunderschöne Einkaufsstraße“ haben.




Richard Krämer Hausverwaltung: PWL

Die Immobilie der Geschwister Melanie Colling und Michael Scholle erstreckt sich bis zur Straße „Vogelgesang“. Das Konzept sieht diese Größenordnungen vor:
  • 600 qm Laden
  • 500 qm Praxen/Büros
  • 900 qm Wohnen
Derzeit steht die Rückfront des Ensembles genau auf der Grundstücksgrenze zum Vogelgesang. „Parkplatztief“ soll das künftige Gebäude im Erdgeschoss zurückweichen. Ebenso werde die oberste Wohnung etwas rückversetzt, sodass der Lichteinfall für die schmale Straße besser werde. Auch werde die rückwärtige „Wohnfassade mit großen Fenstern und viel Licht“ schicker aussehen als die derzeitige Lösung, sagt Michael Scholle. Ein großer Lichthof soll die Wohnungen mit Tageslicht versorgen.

Die Richard Krämer Hausverwaltung kalkuliert mit Baukosten in Höhe von 4 bis 4,5 Mio. €.

Im Bestandsbau werden die Wohnungen im Herbst, die Läden nach dem Weihnachtsgeschäft frei werden. Danach würde er gerne mit dem Abriss beginnen, sagt Michael Scholle, um im Spätsommer/Herbst 2017 fertig zu sein. Er möchte mit dem Bauprojekt nebenan möglichst sämtliche sich bietende Synergieeffekte nutzen.




EC Projekt 2 GmbH & Co KG: Duk, Mainzer Rad, Element

Bis an den Rewe-Markt auf dem Holzhäuser-Gelände erstreckt sich die 35 Meter breite Fassade des Neubaus der Projektgesellschaft EC Projekt 2 GmbH & Co KG (eine Tochter der Wohnpark Heidesheim-Uhlerborn GmbH, die wiederum ein Joint Venture der Sparkasse Rhein-Nahe und der J. Molitor Immobilien GmbH aus Ingelheim ist).

Architekt Gerhard Förster: Man habe eine Synthese herstellen können zwischen den beiden Nachbargebäuden, sodass sich eine einheitliche Fassade ergebe. Sein Kollege Werner O. Schwarz aus Stuttgart, zuständig für EC Projekt 2, legt angesichts der Breite der Immobilie Wert auf die Übernahme der bislang typischen kleingliedrigen Fassadenstruktur. Das Element links ist etwa so breit wie das Nachbargebäude von Scholle, dann folgt ein schmales, zurückversetztes Element mit dem Treppenhaus und dann noch mal eine breitere Einheit.

Diese Flächen sind vorgesehen:
  • 1400 qm Einzelhandel im Erdgeschoss
  • 1300 qm Büro / Dienstleistung im Obergeschoss
  • 1800 qm Wohnfläche in den Geschossen drei und vier, aufgeteilt in zirka ein Dutzend Wohnungen (50 bis 140 qm).
Auch an diesem Gebäude sollen rückwärtig Parkflächen entstehen, die vom 1. Obergeschoss quasi überdacht werden. Die darüber wieder zurückweichende Fassade soll die „Belichtung“ der Häuserzeile im Vogelgesang gewährleisten. „Heute schauen die Nachbarn auf die hohe Rückwand des früheren Kinos; diese Situation dürfte sich verbessern“, sagt F. Albrecht Graf von Pfeil von Immobilien Molitor.

Der Baubeginn soll Anfang 2016 sein, die Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2017. Investitionsvolumen: ca. € 10 Mio. 




Schneider Aktivoptik: Oehling

Die Sparkasse Rhein-Nahe plant an der Ecke Mannheimer Straße/Gymnasialgasse einen Neubau, was für die dort eingemietete Filiale von Aktivoptik bedeutet, sich nach einer neuen Bleibe umsehen zu müssen. Es gäbe zwar die Möglichkeit, an dem Standort weiter Mieter zu sein, „aber Abriss und Bauzeit mit vielleicht zwei Jahren Dauer, einmal umziehen und dann wieder zurück – das würden die Kunden nicht mitmachen“, sagt Firmengründer Rolf Schneider. 

Deshalb wurde ein neuer Standort gesucht und mit dem Gebäude, in dem bis Dezember 2014 der Fotofachhandel Oehling untergebracht war, auch gefunden. Eine zunächst ins Auge gefasste Sanierung des Gebäudes habe sich nicht als sinnvoll erwiesen, schildert Schneider. 

Im Eckladen des Neubau soll die Aktivoptik angesiedelt werden, und zwar auf zwei Stockwerken. Daneben bleibt Platz für ein Ladenlokal. In den Etagen darüber sollen Büros und Wohnungen Platz finden, obendrauf wird ein Penthouse gebaut.

Rolf Schneider möchte Ende 2016, Anfang 2017 seinen Neubau für den Umzug fertig haben. Das Investitionsvolumen beziffert er auf knapp 3 Mio. € inklusive Grundstück.




Volksbank

Die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück plant ihren Neubau auf einem schmalen Streifen an der Salinenstraße: Die Klostergasse und die Ausfahrt aus dem Kaufhof-Parkhaus geben die weiteren Grundstücksgrenzen vor. Doch nach längerem Hin und Her seien nun die 8000 qm zusammen „um das umzusetzen, was dann wieder für 50 Jahre reichen soll“, erklärte Volksbank-Chef Horst Weyand. Mit Ausnahme von 5 Büros komme die heutige Mannschaft dort unter. 

Die Abstimmung mit der Stadt ermögliche es, wenn auch auf schmalem Grundstück, so doch in der Stadt zu bleiben. Dieser Standort habe eine weitreichende Bedeutung: für die 220 Mitarbeiter, von denen 60 Prozent mit dem Zug anfahren, wären mit einem Wechsel längere Verkehrswege verbunden, und für die unmittelbare Umgebung bedeute die Bank Frequenz und Kaufkraft durch die Mitarbeiter und die Kunden.

Weyand hofft auf einen Abriss der bereits leerstehenden Wohn- und Geschäftshäuser noch in diesem Jahr und auf einen Baubeginn Anfang 2016. Sein Vorstandskollege Odo Steinmann beziffert das Investitionsvolumen auf 12. Mio. €. Die Abbildung illustriert die Größe des Neubaus, nicht aber die Fassadenplanung, betont Horst Weyand.

In einer 2. Stufe, wofür allerdings der Bebauungsplan geändert werden muss, soll der hintere Bereich des Volksbank-Geländes (an der Schloßstraße) „für mehr als nur Bankgeschäfte entwickelt werden.“


So sieht Oberbürgermeisterin Dr. heike Kaster-Meurer die Situation: „Ich muss sagen, es macht mir total viel Spaß zu sehen, wie positiv sich unsere Stadt entwickelt.“

Thomas Gierse
19.06.2015
 


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