Berichte und Reportagen

28. Oktober 2026
Ingelheim, 28. Oktober 2026 // In einer originellen Aktion mit dem ACE und der Polizei warben am Montag, 26. Oktober 2026, Kinder einer Ingelheimer Grundschule für mehr Rücksichtnahme und Sicherheit auf ihrem Schulweg. Der tägliche Schulweg ist ein wichtiger Schritt für Kinder auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Sicherheit im Straßenverkehr. Jede Familie organisiert den Schulweg entsprechend ihrer individuellen Lebenssituation — oft unter Zeitdruck und mit dem Wunsch, das eigene Kind sicher zur Schule zu bringen. Aber durch den elterlichen Fahrdienst entstehen im Umfeld der Schule immer wieder Situationen, die schnell unübersichtlich werden und ein erhöhtes Unfallrisiko bergen. Insbesondere bei hohem Verkehrsaufkommen kommt es zu Engpässen, unklaren Verkehrssituationen und gefährlichen Momenten für Kinder beim Ankommen und Aussteigen. Ähnliche Szenen spielen sich nahezu täglich vor der Pestalozzischule in Ingelheim ab, weshalb gemeinsam mit dem ACE und der Polizei eine besondere Aktion gestartet wurde: Am Montag, 26. Oktober 2026, verteilten Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen vor der Schule selbst erstellte „Strafzettel“ an Autofahrerinnen und Autofahrer und warben damit für mehr Rücksichtnahme und Sicherheit auf dem Schulweg. In Begleitung „echter“ Polizist*innen waren sie mit sichtlicher Begeisterung bei der Sache.
25. September 2026
Bad Kreuznach, 25. September 2026 // Seit 60 Jahren rollen in Bad Kreuznach Michelin-Reifen vom Band. Der Reifenhersteller feierte dieses Jubiläum am Montag, 21. September 2026, mit einem Festakt in seinem Werk an der Nahe. Werkdirektor Guilhem Vogel begrüßte mehr als 130 Gäste aus den Konzernzentralen und aus der Politik. Zu den Gästen zählten der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling, der französische Generalkonsul Nicolas Bergeret, Landrätin Bettina Dickes und Oberbürgermeister Emanuel Letz. Aus den Michelin-Konzernzentralen nahmen Welt-Industriedirektor Thirapol Muengnao, die Leiterin der Industrie in Nordeuropa Silvia Mata Nestares, Business-Direktor für Pkw-Reifen Daniele Rossi und Managing Direktor für die Region Deutschland, Schweiz, Österreich Markus Bast teil. „Unser Werk in Bad Kreuznach hat eine Tradition und eine Kultur, die uns zu etwas Besonderem machen“, sagte Guilhem Vogel. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen heutigen und früheren Beschäftigten für ihren Beitrag zur Entwicklung des Standorts. „Heute transformieren wir unser Werk mit der Unterstützung unserer Zentrale. Aber Transformation gelingt nur mit den Menschen. 60 Jahre sind ein guter Moment zurückzublicken. Aber vor allem sind sie ein guter Moment, nach vorn zu schauen. Mit Mut, Innovationsgeist und Verantwortung.“ Auch Personalleiterin Dr. Heike Notzon und Betriebsratsvorsitzender Thorsten Bayer hoben die Bedeutung der Mitarbeitenden hervor. Bayer betonte, Michelin sei zu einem wichtigen Arbeitgeber, zu einem Teil von Bad Kreuznach und zu einem Stück Heimat für Tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sogar für ganze Familien geworden. "Beeindruckendes Stück rheinland-pfälzischer Industriegeschichte" Minister Ebling richtete herzliche Grüße des Ministerpräsidenten Gordon Schnieder aus. In seinem Grußwort betonte der Wirtschaftsminister: „60 Jahre Michelin in Bad Kreuznach sind ein beeindruckendes Stück rheinland-pfälzischer Industriegeschichte und zugleich ein starkes Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft.“ Landrätin Dickes unterstrich die Bedeutung von Michelin für den Landkreis und die Region. Bei ihren Besuchen erlebe sie immer wieder: Von außen scheine das Werk gleich zu bleiben. Im Inneren dagegen erlebe sie die Leidenschaft für Veränderung und die Schaffenskraft der Mitarbeitenden. Für Oberbürgermeister Letz sind Stadt und Region ohne Michelin nicht mehr denkbar. Die Verbundenheit mit dem Unternehmen und die gelebte Gemeinschaft machten aus dem Standort eines Global Players fast schon einen Familienbetrieb. Die Zuversicht in die Stärke des Werkes spiegele sich auch in der Zuversicht der Menschen wider, die hier arbeiten. Industriedirektor Muengnao erzählte, wie „Made in Germany“ schon in seiner Jugend ein Traum gewesen sei. Das Label entstand vor rund 130 Jahren und damit etwa zeitgleich mit Michelin. Dieser Traum bestehe bis heute fort. Die Michelin-Gruppe unterstreiche die Bedeutung von „Made in Germany“ mit hohen Investitionen, die in den kommenden Jahren in den Standort fließen. Er sei zuversichtlich, dass Bad Kreuznach diese Investitionen in eine Erfolgsgeschichte verwandeln werde.
23. September 2026
Idar-Oberstein, 23. September 2026 // Samstagmorgen im Verwaltungsgebäude — plötzlich ist der Strom weg. Was wie eine unerwartete Störung am Sitz des Stromversorgers OIE in Idar-Oberstein aussieht, war eine Erprobung der Reaktionsfähigkeiten auf den sogenannten Schwarzfall. Ein Schwarzfall ist eine Ausnahmesituation, in der Technik, Kommunikation und Entscheidungen zuverlässig ineinandergreifen müssen. Deshalb nimmt die OIE die Erprobung ihrer Notfallsysteme und des Krisenraums besonders ernst. Als zentrale Koordinierungsstelle im Krisenfall sorgt der Krisenraum dafür, dass Informationen zusammengeführt, Entscheidungen vorbereitet und Maßnahmen gesteuert werden. Für diese realitätsnahe Übung war ein zweistellig besetztes Team im Einsatz. Ziel der Übung war es, die Notfallkonzepte unter möglichst realistischen Bedingungen zu überprüfen und die Abläufe für den Ernstfall weiter zu festigen. Um 9:15 Uhr wurde es ernst: Mit der Abschaltung des Mittelspannungs-Trafoschalters begann der simulierte Schwarzfall. Nun mussten sich die Beteiligten auf die vorgesehenen Notfallstrukturen verlassen. Geprüft wurde zunächst, ob das Verwaltungsgebäude und der Betriebshof auch ohne reguläre Stromversorgung zugänglich bleiben. Anschließend nahmen die Fachleute zahlreiche sicherheitsrelevante Einrichtungen genau unter die Lupe. Dazu gehörten unter anderem Krisentelefone, Krisenfax, Satellitentelefone, Notstromsteckdosen, Notbeleuchtung und Brandmeldeanlage. Auch die technischen Anlagen im Keller sowie die Wärmeversorgung wurden kontrolliert. „In einer solchen Übung wird aus einem Ablaufplan ganz schnell eine sehr konkrete Situation. Dann zeigt sich, ob Zugänge, Kommunikationswege und technische Einrichtungen so funktionieren, wie wir es für den Ernstfall vorgesehen haben. Genau deshalb sind regelmäßige Tests für uns so wichtig“, erklärt Anna Biegel, Krisenmanagementverantwortliche bei der OIE, die die Übung leitete. Während der Übung kamen die Beteiligten mehrfach zu gemeinsamen Lageabgleichen zusammen. So konnten die Erkenntnisse aus den einzelnen Prüfungen gebündelt werden, bevor der jeweils nächste Schaltzustand hergestellt wurde. Um 10:45 Uhr erfolgte schließlich die Rückschaltung vom Aggregatbetrieb in den regulären Netzbetrieb. Danach wurden die zentralen Kommunikations- und Gebäudefunktionen nochmals kontrolliert. Den Abschluss bildeten eine gemeinsame Besprechung und die Dokumentation der Übung. Bereits bei der Übung im vergangenen Jahr hatte die OIE das vollständige Abschalten der Stromversorgung im Verwaltungsgebäude simuliert. Damals standen ebenfalls der Einsatz des Notstromaggregats, die Ausstattung der Krisenräume, die Erreichbarkeit über Notruftelefone und die festgelegten Kontaktwege im Fokus. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend gemeinsam besprochen und dokumentiert und umgesetzt. Quelle: Ann-Michelle Kullmann Foto: Thomas Johann OIE AG
25. Juni 2026
Bad Kreuznach, 25. Juni 2026 // Ob extreme Hitze oder eisige Temperaturen im Winter – Menschen, die auf der Straße leben, sind den Witterungen schutzlos ausgeliefert. Die Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie appelliert, in diesen Tagen aufmerksam und hilfsbereit zu sein. Der diesjährige Hitzecheck der Deutschen Umwelthilfe fällt für Bad Kreuznach alles andere als gut aus. Die Umwelthilfe klagt: Die Stadt ist auf Hitzewellen nicht vorbereitet. In Rheinland-Pfalz schneidet nur Worms schlechter ab. Einrichtungsleiterin Doris Häfner-Kairo in Bad Kreuznach und Heiner Trauthig, Einrichtungsleiter der Eremitage erklären, welche Folgen das hat: „Gerade vulnerable Gruppen wie Senioren, Menschen im Rollstuhl und vor allem auch Menschen ohne festen Wohnsitz brauchen die Unterstützung der Zivilgesellschaft.“ Träger verschiedenster stationärer und ambulanter Hilfsangebote für Wohnungslose wie etwa die Stiftung kreuznacher diakonie können nicht flächendeckend Hilfe leisten. Straßensozialarbeiter — wie Ingo Huber —, die bereits Getränke und Sonnencreme verteilen, können nicht überall gleichzeitig sein. Mindestens 1.029.000 Menschen waren in Deutschland im Jahr 2024 wohnungslos: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. hat diese Zahl im November 2025 veröffentlicht und schätzt, dass die Zahl weiter wächst. „Daher ist es wichtig, auch den Blick der Bevölkerung auf Menschen zu lenken, über die auf der Straße oft hinweggeblickt wird. Jeder Einzelne kann mit einfachen Handlungen Leben retten oder den Alltag auf der Straße ein wenig erträglicher machen“, so die Experten der Stiftung. Konkret heißt das: Schauen Sie nicht weg. Sprechen Sie die Person höflich an und fragen Sie, ob Hilfe benötigt wird. Ungeöffnete Wasserflaschen, haltbare Lebensmittel oder frisches Obst können angeboten werden, Sonnencreme, Kopfbedeckungen sind sicher ebenfalls hilfreich. Zögern Sie nicht. Wenn eine Person stark dehydriert ist, apathisch wirkt und nicht ansprechbar ist oder offensichtlich medizinische Hilfe benötigt, den Notruf zu wählen. Die Polizei ist verpflichtet, einzuschreiten, wenn Menschen in Not sind. Die Notunterkünfte der Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie sind rund um die Uhr erreichbar. Wer Hilfe braucht, kann sich an folgende Einrichtungen wenden: Kreis Bad Kreuznach Angebot für Männer, Bretzenheim — Eremitage, Eremitageweg 211, 55559 Bretzenheim, Tel. 0671/839490, E-Mail: eremitage@kreuznacherdiakonie.de (Eine Aufnahme mit Hund ist begrenzt möglich) Angebot für Frauen, Bad Kreuznach — Café Bunt, Kurhausstraße 12, 55543 Bad Kreuznach, Tel. 0671/834006-13 oder mobil 0171 / 3028670, E-Mail: wlh-bad-kreuznach@kreuznacherdiakonie.de Kreis Birkenfeld Angebot für Männer und Frauen, Idar-Oberstein, Amtsstraße 4, 55743 Idar-Oberstein, Tel. 06781/5687360 E-Mail: wlh-idar-oberstein@kreuznacherdiakonie.de Damit die Menschen in Not auch tagsüber ein Dach über dem Kopf haben und eine Mahlzeit bekommen, bieten die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe Tagesaufenthalte in Bad Kreuznach und in Idar-Oberstein an, die durch Spenden finanziert werden. Tagesaufenthalte bieten ein warmes Mittagessen, Getränke und die Möglichkeit zur Körperpflege. Tagesauffenthalte Kreis Bad Kreuznach , Café Bunt (für Frauen), Bad Kreuznach, Kurhausstraße 12, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr, Samstag/Sonntag 14 bis 18 Uhr Kreis Birkenfeld : Horizont (für Männer und Frauen), Idar-Oberstein, Amtsstraße 4, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr Quelle: Andrea Djifroudi Stiftung kreuznacher diakonie 
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