Bad Kreuznach, 4. April 2026


Faust in Bad Kreuznach: Magie, Musik und ein feuriger Engel in drei Veranstaltungen


Alles Weitere

B 41 bei Bärenbach, 5. April 2026


Auf Radweg neben B 41 gefahren: Pkw steckte zwischen Geländer und Leitplanke fest — aufwendige Bergung mit Kran

Blaulicht

Bad Kreuznach, 5. April 2026


Ruine Rheingrafenstein über Huttental bei Bad Münster für Wanderer bald nicht mehr erreichbar


Berichte

Bad Kreuznach, 5. April 2026


Kursus für junge werdende Mütter im Landkreis Bad Kreuznach – Kostenfreies Angebot der Frühen Hilfen


Alles Weitere

Gau-Bickelheim, 5. April 2026


Autobahnpolizei in Zivilfahrzeug erwischte Raser: vierstelliges Bußgeld und mehrmonatiges Fahrverbot


Blaulicht

A 61 bei Münster-Sarmsheim,

5. April 2026


Wohnanhänger löste sich von Pkw — Linke Fahrspur der Autobahn 61 bei Münster-Sarmsheim gesperrt


Blaulicht
5. April 2026
Bad Kreuznach, 5. April 2026 // Im Wandergebiet Rheingrafenstein werden die Wege neu geordnet. Dies wird unter anderem deshalb notwendig, weil die Ruine Rheingrafenstein für Wanderer sehr bald nicht mehr erreichbar sein wird. Das Wandergebiet weist drei Premium-Rundwanderwege aus – Introtour, Classictour und Vitaltour mit Start und Ziel am Wanderportal beim Freizeitgelände Kuhberg. Diese Wegführungen müssen nun geändert werden. Wanderer auf Privatbesitz bislang geduldet Künftig soll der große Bereich zwischen Schloss Rheingrafenstein und Parkplatz Spreitel umgangen werden. Nachdem die Stadt darauf verzichtet hatte, auch diese ehemals militärisch genutzten Flächen vom Bund zu erwerben, gelangten sie vor etlichen Jahren in Privatbesitz. Der Eigentümer hat die Wanderwege bislang geduldet, nutzt die Flächen aber zum Teil für Tierhaltung. Nun erfolgt die Verlegung der Wege, um möglichen Nutzungseinschränkungen in der Zukunft zuvorzukommen. Zu diesem Areal gehört auch die Dünenlandschaft – Reste eines Urmeeres. Außerdem wird bald der Zugang zur Ruine Rheingrafenstein gesperrt. Denn auch der Rheingrafenstein, auf dem sich die Reste der Burgruine mit der Aussichtplattform befinden, steht im Privateigentum. Seit mehr als 50 Jahren wird die öffentliche Nutzung geduldet. Allerdings sehen sich weder die Stadt noch der Eigentümer in der Lage, die erwartbaren Aufwendungen für die Unterhaltung und Verkehrssicherung bereitzustellen oder auch nur abzuschätzen. Das Angebot an die Stadt, den Rheingrafenstein auf dem Weg der Schenkung zu übernehmen, hat der Liegenschaftsausschuss in der vergangenen Woche abgelehnt. Nun hat die Stadtverwaltung die Vereinbarung zur öffentlichen Nutzung der Burg einseitig gekündigt. Der Eigentümer beabsichtigt, nach Ostern den Zugang zur Ruine zu sperren. Beide Seiten suchen nach Wegen, um für eine umfassende Bestandsaufnahme und die daraus zu entwickelnde Sanierung finanzielle Unterstützung zu finden. Alternative Routen für die Wanderwege Die Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH hat für die drei Wanderwege alternative Routenführungen entwickelt, die die Attraktivität und das Naturerlebnis der Rundtouren trotz der Umlegung sichern sollen. Alle drei Wege werden zukünftig im Uhrzeigersinn an den Grillplätzen vorbei Richtung Waldheim und Spreitel geführt und schwenken erst danach Richtung Haidberg ein (Introtour, Classictour) bzw. führen weiter Richtung Altenbaumburg (Vitaltour). Der Rückweg vom Bereich Gans aus in Richtung Schloss Rheingrafenstein quert zukünftig nicht mehr die große Wiese zwischen Hofgut und Freizeitgelände, sondern umgeht diese im großen Bogen. Ab dem Hofgut läuft man auf einem Wiesenpfad mit schönem Fernblick bis zum Wanderwegeportal. Die neuen Streckenabschnitte bieten gegenüber der bisherigen Wegeführung vor allem den Vorteil, dass der Anteil von befestigten Wegen oder Straßenpassagen deutlich reduziert werden konnte. Das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei der Bewertung von Premiumwanderwegen. Zudem eröffnet die Umgehung des Haidbergs eine neue Perspektive auf die Ruine Rheingrafenstein, die Wanderern auf den Premiumwegen bislang nicht möglich war. Neue Routen: neue Wegweiser und neue Karten Betreiberin der Wanderwege ist die Gesundheit und Tourismus für Bad Kreuznach GmbH, die die Unterhaltung in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtforst gewährleistet. Ein Team von Wanderwegepaten kümmert sich um die Qualitätssicherung. Die Umlegung erforderte einige Wegebaumaßnahmen, die Neumarkierung der fraglichen Abschnitte und vor allem: Alle 130 Wegweiserschilder mit Kilometerangaben mussten neu produziert, die Karte neu gestaltet und gedruckt werden. Die Umsetzung soll in der zweiten Aprilhälfte geschehen. Solange keine Sperrungen seitens der Privateigentümer erfolgen, können die alten Routen noch begangen werden. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Markierungen und die Wegweiserschilder entfernt. Der Rückbau kann einige Tage dauern, sodass die Markierung für kurze Zeit noch unvollständig vorhanden sein wird. Die Touríst-Information gibt schon jetzt keine gedruckten Karten mehr aus und informiert auch die Leistungsträger. Die Online-Information auf www.3x3salinental.de wird tagesaktuell bearbeitet. >> Die GuT weist darauf hin, dass mit den sechs Wanderwegen in den Gebieten Rotenfels und Ebernburg weiterhin uneingeschränkt attraktive Alternativen zum Rheingrafenstein zur Verfügung stehen, bis die Umlegung im April abgeschlossen ist. Das Foto zeigt im Hintergrund oberhalb der Nahe die Ruine Rheingrafenstein. Quelle: Dr. Michael Vesper, GuT
22. Februar 2026
Bad Kreuznach-BME/Norheim, 22. Februar 2026 // Eine Notlage, jede Sekunde zählt – und die Retter kommen keuchend auf dem Fahrrad, den schweren Materialanhänger im Schlepptau. Das Bild, mit einem Augenzwinkern gemacht, hat einen ernsten Hintergrund hat. Denn dem DRK-Ortsverein Rotenfels e. V. fehlt das „Zugpferd“ für seinen Materialanhänger. Mit der Spendenkampagne „Biba Biba statt Wadenkrampf“ wendet sich das ehrenamtliche Team an die Öffentlichkeit und bittet um Starthilfe. Ganz so dramatisch, wie es die Fotomontage darstelle, sei es zum Glück noch nicht, erklärt Mark Douglass, Vorsitzender und Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins Rotenfels (und Fotomodell). „Aber die Realität ist trotzdem eine große Herausforderung: Wir haben einen hervorragend ausgestatteten Materialanhänger und hoch motivierte Einsatzkräfte. Was uns aber fehlt, ist ein Einsatzfahrzeug, um diesen Anhänger und die Mannschaft sicher zum Einsatzort zu bringen.“ Derzeit spannen die die Ehrenamtlichen ihr Privatfahrzeuge mit Anhängerkupplung für Sanitätsdienste, Blutspendetermine und den Katastrophenschutz vor den Hänger. Um auch in Zukunft verlässlich helfen zu können, soll nun ein gebrauchter Mannschaftstransportwagen (MTW) angeschafft werden. Dabei muss sich der Ortsverein selbst finanzieren, denn innerhalb des DRK agiert er — wie auch andere Ortsvereine — finanziell eigenständig und erhält für Anschaffungen dieser Art keine staatlichen oder kommunalen Gelder und profitiert auch nicht direkt von Spenden an den DRK-Bundesverband. Das Team finanziert seine Arbeit – von der persönlichen Schutzausrüstung für über 1.000 Euro pro Helfer bis zum Verbandsmaterial – fast ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge selbst. Dabei seien die Rotkreuz-Kameraden vom Rotenfels normalerweise diejenigen, die geben. In den vergangenen zwei Jahrzehnten spendete der Verein aus eigenen Mitteln 70.000 Euro an das DRK-Seniorenheim Rheingrafenstein in Bad Münster. Zudem unterstützte der Verein den Kriseninterventionsdienst (KID) im Landkreis Bad Kreuznach mit mehreren Tausend Euro und stiftete der Gemeinde Norheim zwei öffentlich zugängliche Defibrillatoren im Wert von knapp 5.200 Euro. Damit sei das Budget für Großprojekte derzeit ausgeschöpft. Um das Spendenziel zu erreichen, hat der Verein eine Online-Spendenaktion auf der Plattform betterplace.org ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Biba Biba statt Wadenkrampf“ (in Anlehnung an die Tonfolge des Martinshorns) kann dort unkompliziert und sicher gespendet werden. Jeder Euro werde in die Anschaffung und den Umbau (Funktechnik, Sondersignalanlage, Beklebung) des gebrauchten Einsatzfahrzeugs fließen. „Jeder Euro hilft uns, vom symbolischen Drahtesel auf einen echten Mannschaftswagen umzusteigen. Wir danken von Herzen für die Solidarität mit dem lokalen Ehrenamt“, so Douglass abschließend. Spenden können via www.betterplace.org/p170982 bzw. www.drkrotenfels.de/bibamobil getätigt werden. Eine Spendenbescheinigung erhält man automatisch. Auch sind Überweisungen auf die Vereinskonten (DE81 5605 0180 0006 0134 37 bei der Sparkasse Rhein-Nahe bzw. DE57 5609 0000 0012 4084 72 bei der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück) möglich. Der als gemeinnützig anerkannte Verein stellt ab 50 € Spendenbescheinigungen aus. Quelle: Mark Douglass
 DRK Ortsverein Rotenfels e. V.
6. Februar 2026
Region Bad Kreuznach, 6. Februar 2026 // Die Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH (KRN) schafft 60 Elektrobusse an, deren Unterhalt durch einen neuen Betriebshof ermöglicht wird. Mit dessen Bau in Wörrstadt wurde am Freitag, 6. Februar 2026, symbolisch begonnen. Im Laufe des ersten Quartals 2026 sollen 18 Elektrobusse, Typ Mercedes-Benz E-Citaro, auf den regionalen Hauptlinien im Regelbetrieb eingesetzt werden und Dieselfahrzeuge ersetzen. Die KRN plant die Inbetriebnahme von weiteren 42 Elektrobussen ab dem Jahr 2027, die ebenfalls auf den — vom Land finanzierten — regionalen Hauptlinien eingesetzt werden sollen. „Bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Oktober 2032 wird das Land für die E-Fahrzeuge rund 1,6 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen“, erklärte Mobilitätsministerin Katrin Eder beim Spatenstich für den neuen Elektrobus-Betriebshof. Mit mehr als vier Millionen Kilometern pro Jahr im Busnetz der Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH (KRN) werde Rheinland-Pfalz zum Vorreiter in Deutschland für elektrifizierte regionale Busnetze dieser Größenordnung. Der Einsatz von Elektrobussen ist in den kommenden zwei Jahren für diese Linien vorgesehen: • Linie 221 - Bad Kreuznach – Bad Münster – Obermoschel – Alsenz • Linie 230 - Bingen – Stromberg – Simmern • Linie 240 - Bad Kreuznach – Stromberg • Linie 250 - Bad Kreuznach – Waldböckelheim – Bad Sobernheim • Linie 260 - Bad Sobernheim – Meisenheim – Lauterecken • Linin 630 - Mainz – Sprendlingen – Bad Kreuznach • Linie 640 - Ingelheim – Nieder Olm • Linie 660 - Mainz – Undenheim – Alzey Der von der KRN geplante Betriebshof wird auf rund 13.500 Quadratmeter Fläche im rheinhessischen Wörrstadt entstehen und ist auf bis zu 60 Fahrzeuge ausgelegt. Er soll unter anderem eine Werkstatt, eine Waschstraße und Büroflächen enthalten. Der Betriebshof schafft 120 neue Arbeitsplätze. „Mit dem Bau des E-Bus-Betriebshofs treiben wir den Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Mobilität konsequent voran. Der neue Betriebshof, der als größter E-Bus-Betriebshof in Rheinland-Pfalz realisiert wird, ist ein zentraler Baustein unserer strategischen Ausrichtung auf einen klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr und zeigt, wie innovative Mobilität und Klimaschutz gemeinsam umgesetzt werden können“, so Uwe Hiltmann, Geschäftsführer der KRN. Beim Spatenstich waren außerdem Emanuel Letz, Oberbürgermeister von Bad Kreuznach und Vorsitzender des KRN-Aufsichtsrates, Landrat Dietmar Seefeldt, der dem ZÖPNV Süd vorsteht, und Heiko Sippel, Landrat des Kreises Alzey-Worms, zugegen. „Damit die Verkehrswende gelingen kann, brauchen wir Akteurinnen und Akteure wie die KRN, die zukunftsorientierte Projekte umsetzen. Mit der Finanzierung der elektrifizierten regionalen Buslinien schaffen wir Sicherheit für eine nachhaltige Mobilitätspolitik. Der Betriebshof ist ein Vorbild für ähnliche Projekte in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus, denn er zeigt: Klimaschutz bremst die Wirtschaft nicht aus, er kurbelt sie an“, betonte Katrin Eder. Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Das Archivfoto zeigt einen Elektrobus des Herstellers MAN, der Ende 2023 bei der KRN im Testbetrieb lief
1. Februar 2026
Bad Kreuznach, 1. Februar 2026 // Am 1. Februar 2001 öffnete der Tagesaufenthalt Treffpunkt Reling erstmals seine Türen. In den 25 Jahren seither ist aus dem damals mutigen Projekt eine unverzichtbare Institution in Bad Kreuznach geworden. Von Beginn an richtet sich das Angebot an wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen sowie an sozial isolierte und finanziell benachteiligte Bürgerinnen und Bürger. Neben warmen Mahlzeiten, Lebensmitteln der Tafel Bad Kreuznach, Sozialberatung, Beratung zur Wohnraumsicherung und bedarfsgerechten Hilfen schafft der Verein vor allem eines: Begegnung auf Augenhöhe. Der Name Reling war dabei stets Programm. Die einstige Bürgermeisterin Martina Hassel beschrieb ihn als „die letzte Chance, auf einem Schiff Halt zu finden – ein solcher Halt soll die Tagesstätte sein“. Dieser Gedanke prägt die Arbeit bis heute. Ein Vierteljahrhundert Engagement für Menschen in Not Der Treffpunkt Reling ist nach wie vor ein Spenden- und Zuschussprojekt, ohne Regelfinanzierung durch öffentliche Kostenträger. „Wir sind auf die breite Unterstützung von Privatpersonen, Kirchengemeinden, Initiativen, Unternehmen und vielen engagierten Menschen angewiesen“, sagt Frieder Zimmermann, seit 25 Jahren Vorsitzender des Trägervereins. „Diese Solidarität über so viele Jahre zeigt, wie sehr die Arbeit der Reling in unserer Stadt verwurzelt ist.“ Neben dem Trägerverein unterstützt seit nunmehr 25 Jahren ein Förderverein die Arbeit. „Unser Ziel ist es, die Arbeit des Vereins finanziell zu unterstützen und notwendige Mittel dauerhaft bereitzustellen“, erklärt Siggi Pick, der Vorsitzende des Fördervereins. Vielfältige Angebote, stetige Weiterentwicklung Seit der Gründung wurden die Angebote immer wieder erweitert und an aktuelle Bedürfnisse angepasst.
 Neben Mahlzeiten, Dusch- und Waschmöglichkeiten oder einem geschützten Aufenthaltsraum gehören heute auch WLAN, Computerarbeitsplatz, ein Bücherschrank und zahlreiche Gesprächs- und Beratungsangebote zum Alltag. Für viele Menschen ist die Reling eine wichtige Postadresse, Anlaufstelle für Behördengänge oder Brücke zu Beratungsstellen, weiterführenden Hilfen und Notunterkünften. Ein wichtiger Bestandteil neben dem Tagesaufenthalt ist die seit gut dreieinhalb Jahren etablierte Fachberatungsstelle Wohnraumsicherung. Sie unterstützt präventiv bei der Sicherung von Wohnraum, bei Existenzfragen und im Kontakt mit Ämtern. Die Beratung findet an mehreren Tagen pro Woche statt und wird durch das Land Rheinland-Pfalz, Stadt und Kreis Bad Kreuznach teilfinanziert. Tafel Bad Kreuznach: Ein starker Pfeiler der Arbeit Seit 2008 gehört die Tafel Bad Kreuznach fest zur Reling. Rund 900 Menschen aus Stadt und Kreis werden wöchentlich mit einwandfreien Lebensmitteln unterstützt – ein Angebot, das in den letzten Jahren noch deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Während der Corona-Pandemie wurde zusätzlich ein Lieferdienst eingerichtet, um besonders gefährdete und nicht mobile Menschen zuverlässig zu erreichen. Diese Form der Unterstützung hat sich bewährt und wird bei Bedarf weiterhin angeboten. Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer „25 Jahre Treffpunkt Reling bedeuten 25 Jahre gelebte Solidarität“, sagt Daniela Essler, Leiterin des Treffpunkt Reling. „Ohne die vielen Helferinnen und Helfer – ob durch Spenden, Mitarbeit oder ideelle Unterstützung – wäre unsere Arbeit nicht möglich. Jede Stunde Ehrenamt, jedes Paket Nudeln, jeder Euro trägt dazu bei, dass wir Menschen in schwierigen Lebenssituationen Halt geben können.“ Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums planen der Träger- und der Förderverein eine Reihe von Veranstaltungen, um gemeinsam mit Unterstützerinnen und Unterstützern, Partnerorganisationen und der Öffentlichkeit zu feiern. Blick nach vorn Gleichzeitig richtet der Treffpunkt Reling e.V. den Blick nach vorn. Die Herausforderungen sozialer Arbeit wachsen – und damit auch die Bedeutung eines Ortes, der Menschen in Not nicht allein lässt und ihnen die Unterstützung gibt, die sie benötigen, um ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führen zu können. „25 Jahre Treffpunkt Reling e.V. bedeuten 25 Jahre Einsatz, Mut und Mitgefühl. Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben – und wir wissen, dass unsere Arbeit heute wichtiger ist, denn je“, so der Vorstand des Vereins. Quelle: Sybille Becker-Pennrich Treffpunkt Reling Archivfoto (Juli 2011): Thomas Gierse
30. Januar 2026
Bad Kreuznach, 30. Januar 2026 // Juden, Sinti und Roma, politische Gegner, Geistliche, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene – vielen Millionen Menschen nahmen die Nationalsozialisten ihre Würde und ihr Leben. Zwei Schicksale stellte Oberbürgermeister Emanuel Letz in den Mittelpunkt seiner Rede am Auschwitz-Gedenktag, dem 27. Januar. Dies waren der Bad Kreuznacher Gewerkschafter und Sozialdemokrat Matthäus Wahl und der katholische Pfarrer Arnold Fortuin. 1933, im Jahr ihrer Machtübernahme, deportierten die Nazis Matthäus Wahl als politischen Gefangenen ins KZ Esterwege. Gesundheitlich schwer angeschlagen, überstand er Haft und Krieg, lebte später mit Frau und Tochter in sehr bescheidenen Verhältnissen und kämpfte vergebens um eine Entschädigung als NS-Opfer. Pfarrer Arnold Fortuin, der als Religionslehrer von 1933 bis 1937 im Unterricht an den städtischen Berufsschulen in Bad Kreuznach Christustreue statt Führerkult predigte, wurde wegen regimekritischer Aktivitäten aus dem Schuldienst entlassen. Als Seelsorger in Beuren kümmerte er sich um die Häftlinge im KZ Hinzert und wurde von der SS als „schwarze Ratte“ beschimpft. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges konnte er sich durch Flucht seiner Verhaltung entziehen. Fortuin kümmerte sich insbesondere um Sinti und Roma und wurde 1965 von der Deutschen Bischofskonferenz zum ersten Beauftragten für die Seelsorge an Sinti und Roma in Deutschland ernannt. „Wir gedenken der Toten und Opfer der NS-Diktatur. Wir ehren jene, die Widerstand geleistet haben: Menschen wie Matthäus Wahl und Arnold Fortuin. Und wir nehmen die Mahnung an: Nie wieder wegsehen, nie wieder schweigen, wenn Menschenrechte verletzt werden. Nie wieder zulassen, dass Hass und Hetze die Oberhand gewinnen“, so der Oberbürgermeister. Letz richtete einen besonderen Dank an Schülerinnen und Schüler der IGS Sophie Sondhelm, die das öffentliche Gedenken an die NS-Opfer seit vielen Jahren mitgestalten. „Ihr knüpft an die Geschichte Eurer eigenen Stadt an. Ihr setzt Euch mit Einzelschicksalen auseinander. Ihr macht aus Jahreszahlen wieder Menschen.“ Dies zeigten die Schülerinnen und Schüler der IGS Sophie Sondhelm auch dieses Mal, einfühlsam und nachdrücklich mahnend. Annalena van Elst und Ioanna Pyravlou trugen Gedichte vor, die nach einer Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau im vergangenen Jahr verfasst wurden: Ungewissheit Seit Tagen auf den endlosen Gleisen Menschen, viele Menschen, ahnungslos Aufgeteilt in Gruppen, Menschen sind fassungslos Beängstigend diese Anblicke, lautes Geschrei Kinder von Müttern getrennt, ganz allein Aber wo gehen wir hinein? In die Gaskammer Leben oder Überleben, eins von den zweien Dieses laute Geschrei, es frisst sich in mich hinein Ekelhafter Gestank und lange Arbeit Macht uns das frei? Ich will heim, aber doch nicht allein! Wie können Menschen so ekelhaft sein? Niemals vergessen, niemals verzeihen. Es liegt an uns, es ist unsere Zeit! Diese unmenschlichen Taten sind nun vorbei! Oder ist es doch noch nicht vorbei? Annalena van Elst, MSS 11 Die Saat der Hoffnung Ein Porträt von Menschen, still und rein, verbrannt im Höllenfeuerschein. Ein Plan, so kalt, so durchdacht, mit eiserner, unmenschlicher Macht. Die Angst war groß, das Leid so nah, die Hilfe bleibt oft unsichtbar. Man glaubt es kaum, so fern, so schlimm, und doch steckt Wahrheit tief darin. Was Kindern widerfuhr, war Leid, ihr Ruf verhallt in Dunkelheit. Die Welt, sie schwieg, sah stumm vorbei, ließ Unrecht zu — und zwar nicht frei. Die Saat des Hasses ist gesät, wo Mitgefühl im Staub vergeht. Und wer heut wieder stille bleibt, bereitet vor, was erneut betreibt. Darum schaut nicht weg, wenn Unrecht spricht, vergesst die Dunkelheit doch nicht. Nur wer erkennt, was einst geschehen, kann verhindern, dass wir’s wiedersehen. Florentine Reiber, MSS 11 Ioanna Pyravlou, MSS 11 Lea Ziegler, MSS 11 Johann Behrend, MSS 11 Nevio Puff, MSS 12 Es folgte ein szenisches Spiel, das ebenfalls aus der Studienfahrt nach Auschwitz/Krakau entstanden war. Das Schlussgebet sprach und sang der Kantor der jüdischen Kultusgemeinde Bad Kreuznach/Birkenfeld, Alexander Zakharenko. Zum Foto : „Wie oft hast Du heute schon weggeschaut? Wann hast Du zuletzt gedacht: Das geht mich nichts an?“, fragten die IGS-Scgüler*innen provozierend in die Runde am Mahnmal in der Kirschsteinanlage. „Wacht auf! Gebt Hass und Hetze keinen Raum in unserer Gesellschaft! Nie wieder ist Jetzt!“, so ihr eindringlicher Appell. An dem szenischen Spiel beteiligten sich Nidevan Alahmad, Rokia Ismailia, Vienna Ly, Melina Mayer, Andiela Ostojic, Gabriel Schmidt, Lena Schweizer,Sofia Shayerman, Akay Simsec und Leni Steyer. Quelle: Hansjörg Rehbein Stadtverwaltung bad Kreuznach
20. Januar 2026
Bingen, 20. Januar 2026 // Der Feldrittersporn steht stellvertretend für die extrem bedrohte Pflanzengruppe der Ackerwildkräuter. Die TH Bingen widmet sich dem Schutz dieser Pflanzen in einem eigenen Forschungsprojekt. Die Loki-Schmidt-Stiftung hat den Acker- oder Feldrittersporn (Consolida regalis) zur Blume des Jahres 2026 gekürt. Damit will sie auf den dramatischen Artenschwund in Agrarlandschaften aufmerksam machen. Ein Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule (TH) Bingen möchte Ackerwildkräuter in Rheinland-Pfalz wieder ansiedeln und besser schützen. Viele Ackerwildkräuter stehen auf der Roten Liste bedrohter Pflanzenarten. Grund dafür sind die intensive Landwirtschaft sowie der Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln. Im Projekt der TH Bingen „Rückkehr und Schutz von Ackerwildkräutern – Etablierung von Erhaltungsäckern in Rheinland-Pfalz“ werden die letzten Bestände dokumentiert und gesichert. Im zweiten Schritt sollen Ackerwildkräuter wieder angesiedelt werden. Denn die Forschenden konnten zeigen, dass die unscheinbaren Pflanzen auf den Äckern den wichtigsten Baustein der Biodiversität darstellen. Auch für die heimische Insektenwelt sind die Kräuter eine essenzielle Nahrungsquelle oder dienen als Winterquartier. Deshalb sollen Erhaltungsäcker etabliert und potenzielle Standorte dokumentiert werden. Die verschiedenen Arten der Ackerwildkräuter werden an die Saatgutbank des botanischen Gartens Mainz geschickt und dort eingelagert. Die ersten Erhaltungsflächen gibt es schon: Die Stadt Mainz hat einen Acker auf dem Lerchenberg zur Verfügung gestellt. Dort werden selten gewordene Ackerwildkrautarten zusammen mit Winterweizen angepflanzt. Landwirt*innen, die daran interessiert sind, Flächen als Erhaltungsäcker zur Verfügung zu stellen, können sich an Anja Doeker (Projektmitarbeiterin der TH Bingen) unter a.doeker@th-bingen.de wenden. Das Forschungsprojekt wird durch die Aktion Grün des Landes Rheinland-Pfalz gefördert und läuft noch bis Ende Februar 2027. Weitere Informationen: https://www.th-bingen.de/forschung/rund-ums-forschen/projekte/ackerwildkraeuter-ii Feld- oder Ackerrittersporn Der Feldrittersporn (Consolida regalis) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse, blüht von Mai bis September und ist leicht giftig. Medizinisch wurde ihm eine harn- und wurmtreibende Wirkung zugeschrieben. Mit seinen leuchtend blau-violett gefärbten Blüten ist er nicht nur schön anzusehen, sondern steht stellvertretend für eine Vielzahl an Ackerwildkräutern, die von Getreideäckern oder Wegrändern verdrängt worden sind. Quelle: Jessica Pleiner, Technische Hochschule (TH) Bingen Foto: Agnieszka Kwiecień | CC BY-SA 4
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