Diakonie Kliniken Bad Kreuznach bündeln Unfallchirurgie in Ringstraße: Schnellere Versorgung für Unfallpatienten
Bad Kreuznach, 10. Juni 2026 //
Nach dem Zusammenschluss der beiden Bad Kreuznacher Akut-Krankenhäuser steht nun die Zusammenlegung sämtlicher Leistungen der Unfallchirurgie an: Ab dem 15. Juni werden diese in der Ringstraße 64 erbracht.
Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Frank Hartmann entsteht eine zentrale Anlaufstelle für die Versorgung unfallchirurgischer Patienten in der Region. Dr. Volker Hertel übernimmt die Leitung des Bereichs Gelenkchirurgie. Gemeinsam decken die Teams künftig ein breites unfallchirurgisches Spektrum ab – von der Akut- und Notfallversorgung über die Behandlung komplexer Verletzungen bis hin zur Gelenkchirurgie.
Die Klinik ist als Regionales Traumazentrum zertifiziert und Teil des Traumanetzwerks Mainz-Rheinhessen. Darüber hinaus verfügt sie über die Zulassung zum sogenannten Verletzungsarten-Verfahren (VAV) der Berufsgenossenschaften und ist damit auf die Behandlung schwerer Arbeits- und Wegeunfälle spezialisiert. Auch die Versorgung älterer Menschen sowie verletzter Kinder gehört zu den besonderen Schwerpunkten.
Notfallversorgung neu organisiert
Mit der Neuordnung und Zusammenführung medizinischer Bereiche wird auch die Notfallversorgung innerhalb der Diakonie Kliniken stärker nach medizinischen Schwerpunkten organisiert. Ziel ist es, Patient*innen schneller und gezielter in der jeweils am besten ausgestatteten Fachabteilung behandeln zu können.
In der
Ringstraße 64 werden unter anderem behandelt:
▪ Knochenbrüche
▪ Schnitt- und Platzwunden
▪ Verletzungen nach Arbeits-, Schul- oder Verkehrsunfällen
▪ akute Gelenk- und Sportverletzungen
Auch Patien*tinnen mit Brustschmerzen oder dem Verdacht auf Herzprobleme werden (wie bisher) in der Ringstraße behandelt. Durch die direkte Anbindung an die kardiologische Fachabteilung und die Herzkatheterlabore können Untersuchungen und Behandlungen dort besonders schnell erfolgen.
In der
Mühlenstraße bleibt eine internistische Notfallversorgung bestehen. Das bedeutet, dass dort insbesondere Patient*innen mit internistischen Beschwerden behandelt werden: Dazu gehören beispielsweise Bauchschmerzen und Magen-Darm-Erkrankungen, Stoffwechselentgleisungen bei Diabetes, neurologische Symptome wie Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen (Verdacht auf Schlaganfall).
Im Falle einer Unsicherheit, welcher Standort der richtige ist, wird gewährleistet, dass in beiden Häusern eine ärztliche Einschätzung erfolgt. Sollte eine weiterführende Behandlung an dem jeweils anderen Standort erforderlich sein, wird diese mit einem internen Patiententransport organisiert.
In den letzten Tagen sind im Erdgeschoss in der Ringstraße zusätzliche Behandlungsplätze für die Zentrale Notaufnahme entstanden. Auch eine neue Anmeldung wurde eingerichtet. Bis Ende des Jahres steht noch einiges auf der Agenda: weitere Umbauten in der Zentralen Notaufnahme, die Inbetriebnahme weiterer Behandlungsplätze und eine neue Anfahrt für die Rettungsdienste. Später können bis zu sieben Rettungswagen gleichzeitig anfahren und Patienten überdacht in die Notaufnahme bringen. Die Klinik reagiert damit auf ein stetig wachsendes Patientenaufkommen. Im vergangenen Jahr wurden rund 50.000 Patient*innen in den Notaufnahmen behandelt.
Das Foto zeigt Dr. Oliver Bill (Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme) und Prof. Dr. Frank Hartmann (Chefarzt für Unfallchirurgie)
Quelle: Sandra Beck
Stiftung kreuznacher diakonie











