Schulkinder verteilten selbstgemalte „Strafzettel“ an Mütter und Väter in Elterntaxis
Ingelheim, 28. Oktober 2026 //
In einer originellen Aktion mit dem ACE und der Polizei warben am Montag, 26. Oktober 2026, Kinder einer Ingelheimer Grundschule für mehr Rücksichtnahme und Sicherheit auf ihrem Schulweg.
Der tägliche Schulweg ist ein wichtiger Schritt für Kinder auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Sicherheit im Straßenverkehr. Jede Familie organisiert den Schulweg entsprechend ihrer individuellen Lebenssituation — oft unter Zeitdruck und mit dem Wunsch, das eigene Kind sicher zur Schule zu bringen. Aber durch den elterlichen Fahrdienst entstehen im Umfeld der Schule immer wieder Situationen, die schnell unübersichtlich werden und ein erhöhtes Unfallrisiko bergen.
Insbesondere bei hohem Verkehrsaufkommen kommt es zu Engpässen, unklaren Verkehrssituationen und gefährlichen Momenten für Kinder beim Ankommen und Aussteigen. Ähnliche Szenen spielen sich nahezu täglich vor der Pestalozzischule in Ingelheim ab, weshalb gemeinsam mit dem ACE und der Polizei eine besondere Aktion gestartet wurde: Am Montag, 26. Oktober 2026, verteilten Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen vor der Schule selbst erstellte „Strafzettel“ an Autofahrerinnen und Autofahrer und warben damit für mehr Rücksichtnahme und Sicherheit auf dem Schulweg. In Begleitung „echter“ Polizist*innen waren sie mit sichtlicher Begeisterung bei der Sache.

Eltern erhielten die Möglichkeit den Straßenverkehr aus der Perspektive eines Kindes wahrzunehmen. Hierfür kamen sogenannte „Tiefsehrohre“ (Periskope,
FOTO) zum Einsatz. Denn während Erwachsene zumeist groß genug sind, um über Hindernisse hinwegsehen zu können, stellen diese für Kinder eine echte Herausforderung dar. Auch ihr entwicklungsbedingt eingeschränktes Sichtfeld erschwert es ihnen, komplexe Verkehrssituationen richtig einzuschätzen. Das Tiefsehrohr macht diese Umstände sichtbar und sorgte bei manch einem Elternteil für einen Aha-Effekt und machte so verständlich, warum besondere Vorsicht um Umfeld von Schulen so wichtig ist.
In den nächsten Wochen wird die Aktion an unterschiedlichen Tagen mit unterschiedlichen Schülerinnen und Schülern wiederholt. Die Aktion zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Schule, Polizei, Stadt und Eltern für die Verkehrssicherheit ist. Kinder sollen ihren Schulweg möglichst selbstständig und sicher bewältigen können. Wer auf das Auto verzichtet und sein Kind zu Fuß zur Schule gehen lässt, trägt dazu bei, den Verkehr vor den Schulen zu reduzieren und gefährliche Situationen zu vermeiden.
Quelle: Polizeipräsidium Mainz











